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Outsourcing: Markt fällt auf Niveau von 2007
Vor allem die Nachfrage nach Geschäftsprozess-Services ist 2009 in Emea drastisch zurückgegangen.
Auch wenn Outsourcing gemeinhin als Sparmaßnahme gilt, leiden auch die Anbieter entsprechender Services zunehmend unter der Wirtschaftskrise. Das zeigt der aktuelle TPI-Index der Sourcing-Beratung TPI, der die Zahl und den Wert von Auslagerungsverträge mit einem Volumen von mindestens 20 Millionen Euro misst. Demnach sind die in Emea (Europa, Naher Osten, Afrika) unterzeichneten Deals im zweiten Quartal 2009 sowohl zahlenmäßig, als auch an Wert gegenüber dem ersten Quartalzurückgegangen. Vor allem in Großbritannien, Skandinavien und den Benelux-Ländern ist die Nachfrage gesunken. In der DACH-Region (Deutschland, Österreich, Schweiz) und in Frankreich wächst der Markt dagegen nach wie vor.
Auch im Vergleich zur ersten Hälfte des Vorjahres, in der das Outsourcing-Geschäft geradezu boomte, zeigt sich die Schwäche des Markts: In den ersten sechs Monaten dieses Jahres wurden in Emea bislang insgesamt 19 Prozent weniger Verträge unterzeichnet. Der Gesamtvertragswert (Total Contract Value = TCV) ging gegenüber dem ersten Halbjahr 2008 sogar um 45 Prozent zurück. Den Consultants von TPI zufolge werden kaum noch umfangreiche Outsouricng-Deals abgeschlossen. Zudem hätten einige der bislang sehr auslagerungswilligen Branchen ihre Aktivitäten aufgrund der Krise zurückgefahren. Hierzu zählen natürlich vor allem die Banken, aber auch Öl- und Gaskonzerne, die Luftfahrtindustrie sowie die Tabak- und die Lebensmittelbranche. Besonders drastisch ist die Nachfrage nach BPO-Diensten (Business Process Outsourcing)gesunken. Hier fiel der TCV im zweiten Quartal um 70 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Dieser Trend zieht sich laut TPI durch alle BPO-Bereiche und Regionen.
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